Hochzeitsplanung: Die ultimative Checkliste Monat für Monat

0
14

Eine Hochzeit zu planen fühlt sich am Anfang an wie ein riesiger Berg, bei dem man nicht weiß, wo oben ist. Es gibt hundert Dinge zu organisieren, und alle scheinen gleichzeitig wichtig zu sein. Die gute Nachricht: Wenn ihr die Aufgaben auf die Monate vor der Hochzeit verteilt, wird der Berg zu einer Reihe von Hügeln. Keiner davon unüberwindbar, solange ihr rechtzeitig anfangt.

12 bis 10 Monate vorher: Die großen Entscheidungen

In dieser Phase werden die Weichen gestellt. Alles, was ihr jetzt festlegt, bestimmt den Rest der Planung.

Setzt euch zusammen und klärt die Basics: Wie viele Gäste? Welches Budget? Welche Art von Feier? Ob ihr eine Scheunenhochzeit im Grünen wollt oder ein Abendessen in einem Restaurant, entscheidet über Location, Catering und Stil. Fangt mit der Location an, denn gute Locations sind an beliebten Wochenenden schnell vergriffen, manchmal ein Jahr im Voraus.

Parallel dazu: den standesamtlichen Termin anfragen. Die Wartezeiten beim Standesamt variieren je nach Stadt, in Großstädten können es mehrere Monate sein. Wenn ihr kirchlich heiraten wollt, nehmt auch hier früh Kontakt auf. Manche Gemeinden verlangen Ehevorbereitungskurse, und die Termine dafür sind begrenzt.

Erstellt eine erste Gästeliste. Sie muss nicht perfekt sein, aber ihr braucht eine realistische Zahl, um Location und Catering planen zu können. Rechnet mit etwa 15 bis 20 Prozent Absagen, das hat sich als grober Richtwert bewährt. Und sprecht offen über das Budget. Geld ist nicht das romantischste Thema, aber Paare, die sich hier nicht einig sind, streiten sich später über jeden einzelnen Posten. Legt eine Summe fest, die für euch realistisch ist, und haltet euch daran.

9 bis 7 Monate vorher: Dienstleister buchen

Jetzt wird es konkret. Sucht und bucht die wichtigsten Dienstleister: Caterer oder Koch, Fotograf, DJ oder Band, Florist, eventuell einen Videografen. Gute Leute sind an Sommerwochenenden schnell vergeben, wartet also nicht zu lange.

Holt euch von jedem Dienstleister mindestens zwei Angebote, vergleicht nicht nur den Preis, sondern auch, was im Paket enthalten ist. Ein günstiger Fotograf, der nach vier Stunden geht, ist am Ende teurer als einer, der die ganze Feier abdeckt.

Schaut euch Hochzeitskleider und Anzüge an. Brautkleider brauchen je nach Laden mehrere Monate Vorlauf für Bestellung und Änderungen. Fangt lieber zu früh an als zu spät.

In diese Phase gehört auch die Entscheidung über die Hochzeitspapeterie. Welchen Stil sollen Save-the-Date-Karten, Einladungen, Menükarten und Tischkarten haben? Wenn ihr euch früh für eine Linie entscheidet, spart ihr euch später das Suchen.

6 bis 4 Monate vorher: Die Details nehmen Form an

Jetzt geht es ans Eingemachte. Verschickt die Save-the-Date-Karten, falls ihr das nicht schon getan habt. Legt die Menüauswahl fest und besprecht sie mit dem Caterer. Organisiert eine Weinprobe oder ein Probeessen, wenn euer Caterer das anbietet.

Plant die Trauung im Detail: Wer hält die Rede? Welche Musik wollt ihr? Gibt es ein Eheversprechen? Braucht ihr Ringkissen, Blumenkinder, einen bestimmten Ablauf?

Kümmert euch um die Eheringe. Die meisten Juweliere brauchen vier bis sechs Wochen für eine Gravur, und wenn die Ringe angefertigt werden, kann es auch länger dauern.

Und jetzt wird es Zeit für die Einladungen. Einladungskarten zur Hochzeit gestalten ist einer der Punkte, die vielen Paaren am meisten Spaß machen, weil die Hochzeit dadurch plötzlich greifbar wird. Nehmt euch die Zeit, einen Text zu schreiben, der zu euch passt, und achtet darauf, dass alle relevanten Informationen draufstehen: Datum, Uhrzeit, Ort, RSVP-Frist und Hinweise zu Dresscode oder Allergien.

3 bis 2 Monate vorher: Feinschliff

Die meisten großen Entscheidungen sind getroffen. Jetzt geht es um den Feinschliff. Erstellt die Sitzordnung. Das ist einer der Punkte, die am meisten Kopfzerbrechen bereiten, also nehmt euch genug Zeit dafür und lasst Familie oder Trauzeugen mitdenken.

Bestellt Menükarten, Tischkarten und eventuell ein Kirchenheft. Besprecht den genauen Ablauf mit allen Dienstleistern und gebt ihnen einen Zeitplan für den Tag.

Plant die Hochzeitsreise, falls ihr nach der Hochzeit verreisen wollt. Pässe prüfen, Impfungen checken, Unterkünfte buchen. Das klingt selbstverständlich, aber im Hochzeitsstress geht es gern unter.

Macht euch Gedanken über die Deko. Was kommt auf die Tische? Welche Blumen sollen es sein? Braucht ihr Lichterketten, Kerzen, Vasen? Erstellt eine Liste und besprecht sie mit dem Floristen und dem Deko-Team.

4 bis 2 Wochen vorher: Der Endspurt

Bestätigt alle Dienstleister nochmal schriftlich: Datum, Uhrzeit, Adresse, Ansprechpartner. Es kommt vor, dass jemand die falsche Location im Kopf hat oder ein Datum verwechselt. Ein kurzer Check verhindert böse Überraschungen.

Gebt dem Caterer die finale Personenzahl durch. Geht die Sitzordnung ein letztes Mal durch. Packt eine Notfalltasche für den Hochzeitstag: Nähzeug, Pflaster, Kopfschmerztabletten, Taschentücher, Deo, ein Fleckenstift, Sicherheitsnadeln. Klingt albern, rettet aber den Tag, wenn es drauf ankommt.

Schreibt eine Dankesrede, falls ihr eine halten wollt. Macht sie kurz, ehrlich und persönlich. Drei Minuten reichen. Probt sie laut, damit ihr wisst, wie sie klingt, und damit ihr am Tag selbst nicht von euren eigenen Worten überrascht werdet.

Die letzte Woche

Holt das Brautkleid oder den Anzug ab, wenn es Änderungen gab. Tragt alles nochmal mit Schuhen, um sicherzugehen, dass alles passt und nichts zwickt.

Bereitet Umschläge für die Dienstleister vor, falls ihr Trinkgeld oder Restzahlungen bar übergebt. Packt alles, was ihr für den Tag braucht, an einem Ort zusammen: Ringe, Urkunden, Karten, Deko-Material, persönliche Gegenstände.

Delegiert. Das ist der wichtigste Punkt der letzten Woche. Ihr könnt am Hochzeitstag nicht alles selbst machen. Gebt Aufgaben ab, an die Trauzeugen, an Geschwister, an Eltern. Wer baut auf? Wer nimmt die Geschenke mit? Wer hat den Kontakt zum DJ? Wer achtet darauf, dass Oma pünktlich abgeholt wird?

Der Tag selbst

Atmet durch. Esst ein ordentliches Frühstück, kein Kaffee auf nüchternen Magen und hoffen, dass der Sekt später satt macht. Trinkt genug Wasser. Und dann genießt es. Ihr habt monatelang geplant, und jetzt ist es soweit. Nicht alles wird exakt so laufen, wie ihr es euch vorgestellt habt. Das Wetter macht vielleicht nicht mit, ein Gast kommt zu spät, die Torte hat einen Kratzer. Das gehört dazu. Am Ende des Tages werdet ihr euch nicht an die kleinen Pannen erinnern, sondern an die Gesichter eurer Gäste, an die Musik, an das Gefühl, dass dieser Tag euch gehört hat.