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Die meisten tun es aus Liebe, manche auch weil es ein wichtiger Schritt in der Beziehung ist. Viele wollen eine unvergessliche Party feiern, während andere ihr Zusammengehörigkeitsgefühl unterstreichen. Für die einen ist es der Start zur Gründung einer Familie, für die nächsten das offizielle Ende der Suche nach der/dem Richtigen.

Wer noch einen Grund sucht, wird sicher einen (mehr oder weniger gewichtigen) finden. Sei es das längere Leben, das man den Glücklichen nachsagt, oder die bessere Gesundheit durch eine gesündere Ernährung, sei es die optimierte finanzielle Situation oder die Fähigkeit, schlechte Angewohnheiten leichter abzulegen. Mit einem Partner an der Seite lässt es sich auch fröhlicher oder sorgloser alt werden. Kurzum, es gibt viele gute Gründe zu heiraten.

Thornton Wilder, US-amerikanischer Roman- und Bühnenautor, schrieb hierzu: „Ich habe dich nicht geheiratet, weil du perfekt warst. Ich habe dich nicht geheiratet, weil ich dich geliebt habe. Ich habe dich geheiratet, weil du mir ein Versprechen gegeben hast. Dieses Versprechen war gewichtiger als deine Fehler. Und das Versprechen, das ich dir gab, war gewichtiger als meine. Zwei unvollkommene Leute haben geheiratet, und es war das Versprechen, das die Ehe leben ließ. Als unsere Kinder aufwuchsen, war es kein Haus, das sie beschützte; es war nicht unsere Liebe, die sie beschützte – es war das Versprechen.“

Das mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Theaterstück, The Skin of Our Teeth, aus dem diese Worte stammen, beschäftigt sich mit einer Familie, die stellvertretend für die Menschheit verschiedene Bestandsproben durchlebt. Der Grund für die einstige Hochzeit, mit der alles begann, ist längst vergessen. Wichtig ist nur noch das Versprechen, das auch in schweren Zeiten zusammenhält. Ich mag den Gedanken, mit einem Versprechen in eine Ehe zu starten und sich nicht nur in sonnigen, sondern auch in windigen Momenten daran zu erinnern. Ein toller Start hält die Erinnerung auch Jahrzehnte später lebendig.

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