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Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes & etwas Blaues

Eine alte Tradition neu entdeckt

Der Brauch zu den vier Accessoires oder Kleidungsstücken, die eine Braut am Hochzeitstag für eine glückliche Ehe tragen sollte, wurde Überlieferungen zufolge während der Viktorianischen Epoche, also im 19 Jahrhundert, in England geprägt, aber nicht nur dort, sondern vor allem auch in den USA befolgt: „Something old, something new, something borrowed, something blue“ lauten die original Verse des Brautgedichtes. Im Laufe der Zeit breitete sich der Brauch in Großteilen der westlichen Welt aus, so auch in Deutschland.

 

Antique.

Etwas Altes …

symbolisiert die Vergangenheit der Braut. Durch das Tragen eines alten Stückes, oftmals eines Familienerbstückes, demonstriert sie außerdem die beständige Zugehörigkeit zur eigenen Familie trotz Gründung einer neuen Familie. Üblicherweise war „das Alte“ ein besticktes Taschentuch. Andere Ideen:

  • Schmuckstücke der Großmutter
  • Brautschleier der Mutter

 

lace lingerie

Etwas Neues …

steht für den mit der Vermählung beginnenden neuen Lebensabschnitt. Zukunftsbezogener Optimismus wird mit einem neuen Stück außerdem zum
Ausdruck gebracht. „Das Neue“ war und ist auch heute häufig das Brautkleid selbst. Andere Ideen:

  • betörende Dessous
  • ein Schmuckstück als Geschenk des Bräutigams

 

Etwas Geborgtes …

soll der Braut zum Zeichen der Verbundenheit das Glück einer bereits verheirateten Freundin oder eines Familienmitglieds übertragen, von geborgtem Glück wird vielfach auch gesprochen. Häufig wird Schmuck als „Das Geborgte“ an die Braut entliehen. Andere Ideen:

  • die Hochzeits-Clutch der Freundin
  • Haarschmuck der Schwester

Etwas Blaues …

ist in der für Hoffnung und Treue stehenden Farbe das Accessoire, das Fröhlichkeit und Liebe symbolisiert. Im Alten Romtrugen Bräute deshalb sogar überwiegend Blau. Heute wie während der Prägezeit des Brauchs, ist das Blau häufig am Strumpfband zu finden.
Andere Ideen:

  • Schärpe und/oder Schuhe
  • Nagellack

In der ursprünglichen, englischen Version des Brautgedichtes heißt es noch „… and a silver sixpence in her shoe“. Der Sixpence im Brautschuh sollte dem
Ehepaar Wohlstand bringen – ein so gut wie ausschließlich in England begangener Teil der Tradition.

(Fotos: fotolia / BillionPhotos, HLPhoto, Shestakov Dmytro, hafizismail)

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