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Einst diente der Junggesellenabschied der Einführung des Bräutigams in die Pflichten und Vergnügen einer Ehe. Die männlichen Verwandten und engsten Freunde kamen mit dem Heiratswilligen zusammen, um bei Drinks und Zigarren zu sprechen. Zugegeben, so eine Unterrichtung braucht heutzutage kaum ein Mann. Doch die in den vergangenen Jahrzehnten populär gewordenen Touren mit Bollerwagen, Verkleidung und allerhand Peinlichkeiten sind glücklicherweise nicht nach jedermanns Geschmack. Viele wünschen sich einen Tag, der in positiver Erinnerung bleibt. Typisch männlich soll er sein, PS-stark vielleicht. Schließlich lässt das eine oder andere Kraftfahrzeug das Herz so hoch schlagen wie ein Kuss der Braut. Es gibt zahlreiche PS-starke Alternativen zum peinlichen Besäufnis.

Erfahrt, was Ihr an Eurem Junggesellenabschied tun könnt

Für Offroader: Quadtour

Mit der passenden Kleidung und entsprechendem Schutz ist Quadfahren bei jedem Wetter möglich. Der Suchende findet zahlreiche Veranstalter, die von einem Guide geführte Touren on- und offroad anbieten. Bei ein paar wenigen können die Quads auch ohne Guide gemietet werden. Die Schutzkleidung wird entweder mitgebracht oder gegen einen kleinen Aufpreis mit dem Fahrzeug ausgeliehen.

Junggesellenabschied was tun
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Für das Kind im Manne: Baggerfahren

Wohl jeder kleine Junge träumt davon, einen Schaufelbagger zu steuern. Wer später keinen Job auf dem Bau hat, erfüllt sich diesen Traum trotz beständiger Faszination für den Baustellen-Riesen selten. Der Junggesellenabschied bietet sich also an, sowohl endlich einmal als auch ein letztes Mal zu „baggern“. Nach der Einweisung vom Veranstalter darf Mann sich auf dem Gelände austoben. In Deutschland gibt auch Männerspielpätze, in denen der komplette Baustellenfuhrpark und bullige Geländewagen gefahren werden kann.

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Für Rennfahrer: Go-Kart-Race

Wer sich zum Junggesellenabschied einen Wettkampf und Benzingeruch wünscht, sollte sich rechtzeitig um einen Termin kümmern, denn Go-Kart-Bahnen sind in der Hochzeitssaison gut besucht und schnell ausgebucht. Ist Mann knapp dran, besteht häufig die Möglichkeiten, die Bahn mit anderen zu teilen. So richtig Spaß kommt aber erst auf, wenn man eine Bahn für sich hat und seine Kart-Fähigkeiten nur mit denen der Kumpels misst. Bei vielen Veranstaltern kann nach dem Erlebnis in einer abgeschlossenen Gastronomie gefeiert werden.

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Für alle, die nicht bei der Bundeswehr waren: Panzerfahrt

Fahrten im gepanzerten Koloss sind beliebte Events für den Jungesellenabschied. Viele Anbieter bieten deshalb erweiterte Pakete an, bei denen der Bräutigam nach einer Einweisung nicht allein in den Panzer steigen muss, sondern den Trauzeugen oder eine kleine Anzahl von Freunden durchs Gelände chauffieren kann. Nach der Fahrt werden oft auch Snacks und Bier angeboten.

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Für Nostalgiker: Oldtimer

Ob Aston Martin DB 5, Corvette C3, Shelby Mustang GT 500 Eleanor oder Porsche RSR – kaum einen Mann lassen die schnellen Autos der Sechziger und Siebziger kalt. In zwei oder dreien dieser beeindruckenden Gefährte kann der Bräutigam in Begleitung seiner Freunde bei einer gediegenen Fahrt über schöne Landstraßen durchaus zünftig vom Junggesellendasein Abschied nehmen.

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Für Männer mit Bleifuß: Rennstreckentraining

Zum Beispiel in einem Audi R8, dem ein Blitzstart wie in einer Rakete gelingt.  Gänsehaut garantiert, für den Moment, wenn der gezündete, kehlig brummende Motor nach dem Tritt aufs Pedal röhrt. Das Training ist dem Bräutigam meist (auch aufgrund der Kosten) allein gegönnt. Zuschauer sind an den meisten Veranstaltungsorten willkommen. Da es immer ein Gruppentraining ist (zwischen fünf und zwanzig Personen), können die Freunde natürlich auch einsteigen.

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Für Wasserratten: Motorboot mieten

Das PS-starke Vergnügen muss sich nicht auf das Land beschränken. In einem Motorboot kann auf einem Fluss oder See über Wasser gedüst werden. Kleinere Boote sind für bis zu vier Personen geeignet. Bei mehr Teilnehmern sollten entsprechend viele Boote gemietet werden. Wichtig ist natürlich, dass die Steuermänner den Sportbootführerschein besitzen.

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Nach dem PS-Vergnügen

… muss noch immer nicht zur Torkeltour durch die Innenstadt gestartet werden. Wer den Tag mit so viel männlicher Klasse gestartet hat, kann ihn stilvoll in einem Casino oder in einem edlen Musikclub ausklingen lassen.

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