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Viele Hochzeitspaare verzichten heute auf das Poltern und feiern den aus dem amerikanischen und englischem Raum stammenden Junggesellenabschied mit ihren engsten Freundinnen bzw. Freunden. Dabei kann so ein Abend eine wunderbare gemeinsame Party sein, die dem JGA in puncto Spaß absolut nicht nachsteht. Polterabend feiern – das ist ein uralter Brauch, der seinen Ursprung vermutlich im Mittelalter fand. Etabliert hat sich das von Scherzen und Spielen charakterisierte Fest allerdings im 19. Jahrhundert.

Polterabend planen
© fotolia / Monkey Business

Scherben bringen Glück

Wann und wo wird gepoltert?

Traditionell findet die Party am Vorabend der Hochzeit im Haus der Brauteltern statt. Die meisten Paare möchten am Hochzeitstag aber ausgeruht sein und legen den Polterabend auf ein paar Wochen vor dem großen Tag. Weil viele Bräute nicht mehr bei den Eltern wohnen, wird bei einer kleinen Gästezahl in der eigenen Wohnung / im eigenen Haus gefeiert. Beieiner größeren Gesellschaft empfiehlt es sich, einen Saal anzumieten.

Wer darf mitpoltern?

Offiziell eingeladen wird üblicherweise nicht. Feste Poltergäste sind die Eltern, Geschwister und weitere Familienmitglieder. Die engsten Freunde sind ebenfalls dabei. Die Feier kann auch ganz offengehalten werden, womit Nachbarn, Arbeitskollegen, Schulfreunde und Vereinsfreunde kommen können, die aus Kostengründen nicht zur Hochzeit eingeladen sind. Bier und Wein sowie eine kleine Auswahl an alkoholfreien Getränken genügen – Hochprozentiges muss nicht sein. Für das Essen empfiehlt sich ein Büfett oder ein Barbecue. Alternativ kann jeder Gast etwas mitbringen.

Gemeinsam Polterabend feiern, statt sich getrennt vom Singleleben verabschieden

Womit wird gepoltert?

Vorsicht! Nicht alle Scherben bringen Glück. Nur mit Porzellan und Keramikwaren sollte gepoltert werden, nicht mit Glas. Völlig ausgeschlossen ist Spiegelglas, denn  dessen Scherben bringen, wenn man dem Volksmund glaubt, sieben Jahre Unglück. Das will man keinem Brautpaar wünschen. Wie der Name verkündet, ist das Poltern mit ziemlich viel Lärm und entstehendem Kehricht verbunden. Zum einen sollten die Nachbarn, wenn sie nicht mit von der Partie sind, informiert werden. Zum anderen  ist es ratsam, einen Bereich zu bestimmen und diese Fläche mit einer Folie oder Bettlaken auszulegen. So müssen die Scherben nachher nicht aufgesammelt oder zusammengefegt werden, sondern können in der Unterlage einfach abtransportiert werden. Bei einer großen Menge, die die Mülltonne vielleicht nicht fasst, lohnt es, einen Container zu bestellen.

Wer muss aufräumen?

Das Brautpaar soll eine erste Herausforderung gemeinsam meistern – demzufolge ist es seine Aufgabe, die Scherben zusammenzufegen bzw. wegzubringen. Sie müssen aber nicht alle weggeworfen werden. Einzelne, besonders schöne Scherben können von Gästen unterschrieben und zur Erinnerung in einen Bilderrahmen geklebt werden. Besonders orginell ist, ausgewählte größere Scherben in der Gartenmauer oder etwas ähnlichem zu verarbeiten.

Nichts spricht dagegen zu Poltern und einen Junggesellinnen– oder Junggesellenabschied zu feier. Lies nach, wie viel stilvolle Möglichkeiten du hast.

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