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Die Antwort lautet „Ja“ – sobald diese zwei magischen Buchstaben
gesprochen sind, folgt die Planung des speziellen Events. Hochzeitseinladungen machen den Termin amtlich und informieren Familie, Freunde und Bekannte über den großen Tag. Dabei sollte die Hochzeitspapeterie vor allem einzigartig sein und die ganz persönliche Geschichte erzählen.

© Marianne Bohn

Hochzeitskarten und Hochzeitseinladungen sind dazu da, das neue Glück zu verkünden. Dabei reicht das Design der Papeterie von klassisch zu modern bis Boho und Vintage. Zusammen mit dem Text sagt die Papeterie dann eine ganze Menge über das Thema und die Atmosphäre des kommenden Jahreshighlights aus. „Das Design der Einladungskarte ist entscheidend, da diese den Stil der Hochzeit vorstellt“, erklärt Vivien Sabine Kroo von Cotton Bird. „Beispielsweise werden passend zum rustikalen Boho- oder Vintage- Stil Kraftpapier-Einladungen mit grünen, goldfarbenen oder floralen Motiven kombiniert. Soll die Hochzeitskarte eher schlicht sein, sollte man auf natürliche Farben wie Erdtöne oder Pastell-Nuancen setzen.“

© Cotton Bird

Natürlich gibt es auch No-Go´s, die man lieber vermeiden sollte. Dazu zählen u.a strikt zweifarbige Einladungen. Die harten Farbkontraste sind nicht mehr gefragt, genauso wie die vor langer Zeit typischen roten Rosen, gibt Maria Veit von Mary goes round zu bedenken. „Sehr gefragt sind Designs mit üppigen Blumenbouquets, die nach den Wünschen der Brautpaare zusammengestellt werden. So finden sich die passenden Farben und Blumen auch in der Dekoration am Hochzeitstag wieder. Auch ganz individuelle Konzepte mit denen das Brautpaar zum Beispiel ihre Liebe zu gemeinsamen Reisen Ausdruck verleihen möchte, sind im Trend. Dazu zählen Weltkarten-Designs genauso wie der farbenfrohe Festival Style. Außerdem sind immer mehr natürliche Papierarten wie Recyclingpapier, Kraftpapier oder Baumwollpapier/Cottonpapier beliebt, dank ihres ganz besonderen optischen und haptischen Effekts.

© Carinokarten

© Mary goes round

Ganz stark im Kommen ist auch ‚Papeterie‘ aus Acrylglas.“ Ann-Cathrin Krauß, Inhaberin Fawntastique, fügt noch hinzu: „Besonders beliebt ist auch das Einbinden von Pflanzen in die Hochzeitspapeterie. Zum Beispiel in Form eines Eukalyptuszweiges oder mithilfe von Siegelwachs ein zartes Blümchen an der Karte selbst befestigen. Jutebänder, Kordeln und Satinbändern sind ebenfalls ein oft genutztes Element um vor allem unsere beliebten Pocketfolder zu schließen und den Gästen mit einem „Auspack-Effekt“ zu überreichen.“

© Fawntastique
© Carinokarten

Hat man sich für ein Design entschieden, geht es an den Text. Der darf nicht zu formell aber auch nicht zu locker sein. Insgesamt sollte der Text beim Gast den Eindruck erwecken, dass dieser das Event auf keinen Fall verpassen sollte. Was gehört in die Hochzeitseinladung? „Ganz wichtig, die Informationen auf die Fragen wer, wann, wo, was“, erzählt Victoria Gondring von Carinokarten. „Mit dem Öffnen des Briefumschlages sollten die Gäste direkt erkennen können, dass sie zur Hochzeit eingeladen sind, ob als jeweiliger Gast nur zu Trauung oder auch zum anschließenden Fest. Natürlich gehören auch Uhrzeit und Ort der Hochzeit auf die Einladungskarte. Beim Wer kann man sich entscheiden, ob man Vor- und Nachnamen einfügt.“
Was kann sonst noch rein? Weitere Informationen können der Trauspruch sein, welcher in einer schönen Schriftart als weiteres individuelles Gestaltungselement der Karten dient. Außerdem noch Sprüche und Zitate, Wegbeschreibungen, Bitte um Rückantwort, Hotelempfehlungen, Geschenkewünsche und Infos zum Dresscode.

© Carinokarten

Wer möchte, kann mit einer Antwortkarte, die der Einladung beiliegt, zudem abfragen, ob Hotelzimmer reserviert werden sollen oder welches Menü gewünscht wird (Fisch, Fleisch, Vegetarisch, Vegan) oder auch, ob Besonderheiten, wie Unverträglichkeiten oder Allergien beachtet werden müssen. Ein kleiner Tipp: Nicht auf die Einladung gehören die Namen der eingeladenen Gäste. Vorzugshalber sollte in der Ihr-Form geschrieben werden. So erspart man sich peinliche Situationen, wenn man den Namen einer neuen Partnerin oder eines Partners nicht weiß und muss nicht jede Karte individuell anfertigen lassen.

© OctaviaplusKlaus

Eine entscheidende Frage, die immer wieder gestellt wird, ist: Wann sollte man die Einladungen verschicken? Zu früh riskiert man, dass die meisten Gäste, das Datum schon wieder vergessen haben. Versendet man sie hingegen zu spät, können vielleicht viele nicht, da sie schon etwas anderes vorhaben. Damit alle Gäste rechtzeitig über den großen Tag informiert werden gibt es folgende Faustregel, die man beachten kann: Wenn zunächst eine Save-the-Date Karte verschickt wird und dann die Einladungskarte, sollte letzteres ca. 4–6 Monate vor der Hochzeit versendet werden. Falls keine Save-the-Date Karte verschickt wird, geht man von 6–8 Monaten vor der Hochzeit aus. Falls das Paar viele Gäste aus dem Ausland einlädt, ist es ratsam die Karten ein Jahr im Voraus zu verschicken, damit die Gäste genügend Zeit haben, um sich um Flüge und Hotels zu kümmern.

© Cotton Bird

 

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