Teilen

Aus den englischsprachigen Ländern, wo der Junggesellinnenabschied schon längere Zeit groß gefeiert wird, kam der Brauch in den deutschsprachigen Raum. Bei den Amerikanern und Australiern ist die „Bridal Shower“ eine recht alte Tradition. Alternativ oder parallel dazu feiern sie die „Bachelorette Party“, die eher an die bei den Briten, Iren und Australiern zelebrierte „Hen Night“ erinnert. Wer hierzulande den Junggesellinnenabschied englisch, also einmal anders, aber stilvoll feiern möchte, sollte sich eine Bridal Shower ausrichten lassen.

Junggesellinnenabschied englisch – die Traditionen

Üblicherweise übernimmt die Ausrichtung einer Bridal Shower die Trauzeugin oder eine gute Freundin und veranstaltet die Party bei sich zu Hause. Eingeladen sind, neben weiteren Freundinnen, auch  die weiblichen Angehörigen beider Familien. Wer nicht zur Hochzeit eingeladen ist, ist auch nicht bei der Bridal Shower dabei. Die Party steht häufig unter einem bestimmten Motto, beispielsweise „Schwarz und Weiß“, „Vintage“ oder „Neon“, das sich in der Dekoration wiederspiegelt. Damit keine Langeweile aufkommt, plant die Organisateurin ein bestimmtes Highlight, z.B. wird ein Kochkurs veranstaltet, frau geht zum Bungee Jumping oder es kommt eine Beraterin für Sex Toys oder Dessous. Außerdem erhält die Braut kleine Präsente. In früheren Zeiten, als Braut und Bräutigam nicht schon vor der Hochzeit zusammen lebten, waren das i.d.R. nützliche Haushaltsgeräte und Kochgeschirr. Besondere Sektgläser, hochwertige Bettwäsche, schicke Untersetzer und ähnliches werden heutzutage gern geschenkt.

Junggesellinenabschied englisch
© jilll111 / pixabay
Junggesellinnenabschied englisch
© TerriC / pixabay

Bei der Hen Night hingegen feiert die Braut mit ihren Freundinnen und weiblichen Verwandten in einem Club oder geht zum Essen in ein schickes Restaurant. Auch hier gibt es für die Braut Geschenke – bevor oder nachdem sich die Gruppe auf den Weg macht. Die Bezeichnung „Hen Night“ veranlasst zu Spekulationen. Das Bild von geschäftig gackernden, sich aufplusternden und herausputzenden, etwas ausbrütenden Hennen wurde schon im Jahr 1897 in England in einer Publikation mit dem Namen „The Deseret News“ nach der Beobachtung einer solchen Party gezeichnet. Das Wort „hen“ (Henne) steht allerdings nicht ausschließlich für das Huhn, sondern für alle weiblichen Vögel. Damit wird signalisiert, dass es eine Party ausschließlich für Frauen ist. Andere Quellen behaupten, die Hen Night habe ihren Ursprung in Nordafrika, dem Mittleren Osten und Asien. Seit Jahrhunderten schon kommen in diesen Regionen Frauen mit der Braut kurz vor der Hochzeit zusammen, um sie mit Henna zu bemalen. Dieses Ritual wird in dem Glauben ausgeführt, dass es die Braut reinigt und Böses von ihr fernhält.

Teilen